Fade6
Hotline for private patients:
HomeBlogRadiotherapy for knee osteoarthritis: When is X-ray stimulation therapy an option?
GeneralRadiotherapy2 min

Radiotherapy for knee osteoarthritis: When is X-ray stimulation therapy an option?

Julia Lambrecht
24. Juli 2026

Treatment

Radiotherapy for knee osteoarthritis: When is this treatment appropriate?

Radiotherapy for knee osteoarthritis may be considered as a treatment option for painful symptoms, particularly if symptoms persist despite other conservative treatment measures. So-called X-ray stimulation therapy is used in clinical practice primarily for chronic or treatment-resistant knee pain and may form part of a conservative treatment plan before surgical intervention is considered.[2]

The current DEGRO S2e guideline describes low-dose radiotherapy as a possible treatment option where indicated.[2] The effectiveness of radiotherapy, or X-ray stimulation therapy, may vary depending on the underlying condition, the severity of knee osteoarthritis and individual factors. Whether radiotherapy is appropriate for knee osteoarthritis in an individual case, and what the prospects of success are, should be clarified on a case-by-case basis during a personal consultation with a doctor.

Vergleich der Strahlenbelastungen

The effectiveness of radiotherapy for knee osteoarthritis

Research evidence, potential benefits and limitations of X-ray stimulation therapy

A large German clinical trial reported that a significant proportion of patients experienced a marked reduction in pain following treatment. In the studies analysed, pain relief lasted for at least three months in around 60 per cent of those treated and for at least twelve months in around 40 per cent. A second course of treatment was carried out for some of the patients. No radiation-related acute or long-term side effects were reported in the studies analysed.[3]

The results of scientific studies show that the effectiveness of radiotherapy for knee osteoarthritis can vary from person to person. Therefore, the decision to undergo treatment should always be made taking into account the patient’s individual symptoms, medical history and the doctor’s assessment.

Der Vergleich mit dem Flugzeug ist aufschlussreich – und wird oft überzeichnet. Ein Hin- und Rückflug Frankfurt–New York bedeutet nach Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz nur etwa 0,1 mSv, also rund fünf Prozent der jährlichen natürlichen Strahlenexposition [2]. Man müsste sehr viele solcher Flüge unternehmen, um die Jahresdosis nennenswert zu erhöhen.

Gibt es eine „ungefährliche" Dosis?

Hier wird es wissenschaftlich anspruchsvoll – und ehrlicherweise auch strittig. Für den Strahlenschutz gehen die maßgeblichen Gremien (ICRP, UNSCEAR, Bundesamt für Strahlenschutz) vom linearen Modell ohne Schwellenwert aus, kurz LNT: Man nimmt an, dass das strahlenbedingte Krebsrisiko mit der Dosis linear abnimmt, bis hinunter zu sehr kleinen Dosen – ohne dass es eine völlig „sichere“ Untergrenze gäbe [3, 4].

Wichtig einzuordnen:

Vereinzelt wird die These vertreten, sehr kleine Dosen seien harmlos oder sogar günstig (sogenannte „Hormesis“). Nach Bewertung von ICRP, UNSCEAR und BfS reicht die Datenlage dafür nicht aus, um vom LNT-Modell abzuweichen [3, 4]. Aussagen, kleine Strahlendosen hätten „bio-positive“ Effekte, sind daher nicht Stand des wissenschaftlichen Konsenses.

Das LNT-Modell ist bewusst vorsichtig angelegt – es soll das Risiko eher über- als unterschätzen. Für den Alltag heißt das: Das Risiko einer einzelnen, medizinisch begründeten Röntgenaufnahme ist sehr klein und überwiegend theoretischer Natur. Entscheidend ist die Rechtfertigung: Jede Anwendung ionisierender Strahlung muss einen Nutzen haben, der die Belastung überwiegt – so verlangt es das Strahlenschutzgesetz.

The radiotherapy process

This is how outpatient X-ray radiation therapy of the knee joint is carried out

Treatment is carried out using low radiation doses, which are specifically tailored for benign conditions. Typical single doses range from around 0.5 to 1 Gy, with a total dose of around 3 to 6 Gy, spread over several sessions per week.[2]

Radiotherapy for knee osteoarthritis is carried out on an outpatient basis. A single radiotherapy session usually lasts only a few minutes. The number of treatment sessions depends on the individual treatment plan and the doctor’s recommendation.

Akute Nebenwirkungen und Spätfolgen: der zeitliche Verlauf

Fachleute trennen zwei Phasen – das beantwortet die häufig gestellte Frage, wann Nebenwirkungen beginnen:

Akute Nebenwirkungen

Sie treten während der Behandlung oder innerhalb von etwa drei Monaten nach Beginn auf und sind meist vorübergehend – nach Ende der Therapie klingen sie in der Regel allmählich ab [5, 6]. Typisch sind Hautrötungen, gereizte Schleimhäute und eine allgemeine Erschöpfung. Die Haut reagiert dabei verzögert: Beschwerden zeigen sich oft erst zwei bis drei Wochen nach der ersten Sitzung [6].

Spätfolgen

Sie sind definiert als Beschwerden, die mehr als 90 Tage nach der Bestrahlung auftreten – teils erst nach Monaten oder Jahren [7]. Ursache sind meist Vernarbungen (Fibrosen) oder Gefäßveränderungen, die die Funktion eines Organs einschränken können. Ob Spätfolgen entstehen, hängt stark von der Dosis am jeweiligen Organ ab [5].

Was das für einzelne Körperregionen bedeutet

  • Brust: Hautreaktionen im Bestrahlungsfeld sind die häufigste akute Nebenwirkung, dazu Müdigkeit. Als Spätfolge kann die Haut verdickt oder verändert bleiben. Das Herz lässt sich heute meist aus dem Strahlengang planen – früher lag es häufiger im Feld, mit entsprechend späteren Folgen [6, 5].
  • Prostata: Erste Nebenwirkungen zeigen sich oft nach drei bis vier Wochen – Hautreizung, Müdigkeit sowie Beschwerden an Blase und Darm. Als mögliche Folge einer Nervenschädigung im bestrahlten Bereich steigt das Risiko für Impotenz oder Inkontinenz, betroffen ist aber längst nicht jeder [8, 5].
  • Lunge / Brustraum: Je nach Bestrahlungsgebiet können Reizungen von Speiseröhre, Atemwegen und Lunge auftreten [6].
  • Kopf-Hals-Bereich: Hier stehen gereizte Mundschleimhäute im Vordergrund; Haarausfall tritt nur bei Bestrahlung des Kopfes auf [5].

Warum manchmal Chemo und Bestrahlung zusammen?

Bei bestimmten Tumoren werden Strahlen- und Chemotherapie kombiniert (Radiochemotherapie). Die Chemotherapie kann Tumorzellen empfindlicher für die Strahlung machen und wirkt zugleich im ganzen Körper, während die Bestrahlung gezielt vor Ort ansetzt. Die Kombination folgt immer einem individuellen Behandlungsplan.

Erholung und Nachsorge

Wie lange die Erholung dauert, ist individuell verschieden und hängt von Region, Dosis und Allgemeinzustand ab. Akute Reaktionen bessern sich meist in den Wochen nach Therapieende. Wichtig ist die Nachsorge: Regelmäßige Kontrollen helfen, mögliche Spätfolgen früh zu erkennen und zu behandeln [5, 7].

Our locations

Centres offering radiotherapy for knee osteoarthritis

Find out more about our centres and get personalised advice on whether radiotherapy for knee osteoarthritis might be a suitable treatment option in your specific situation.

Fazit

Strahlung ist nicht gleich Strahlung

Die Angst vor „Strahlung“ wird ihr selten gerecht, weil sie drei sehr verschiedene Dinge in einen Topf wirft. In der Diagnostik geht es um winzige Dosen, deren Risiko klein und meist theoretisch ist – und deren Nutzen bei begründeter Indikation überwiegt. In der Krebstherapie sind hohe Dosen und damit auch Nebenwirkungen Teil eines wirksamen Behandlungskonzepts, das gesundes Gewebe zunehmend schont. Und die Reizbestrahlung gutartiger Beschwerden arbeitet wieder mit sehr niedrigen Dosen. Wer diese Unterschiede kennt, kann Nutzen und Risiko realistisch abwägen – ganz ohne unnötige Angst.

Literatur

Die medizinischen Aussagen dieses Beitrags stützen sich auf folgende Fachquellen (zuletzt abgerufen im Juli 2026):

[1] Bundesamt für Strahlenschutz (BfS): Natürliche Strahlung in Deutschland – durchschnittlich 2,1 mSv pro Jahr. bfs.de

[2] Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) / ODL-Info: Strahlenbelastung im Alltag – Transatlantikflug ca. 0,1 mSv, Röntgen- und CT-Dosiswerte. odlinfo.bfs.de

[3] Bundesamt für Strahlenschutz (BfS): Das Linear-No-Threshold-Modell (LNT) im Strahlenschutz – Standpunkt. bfs.de

[4] Bundesamt für Strahlenschutz (BfS): Hormesis – Bewertung durch UNSCEAR, ICRP und BEIR. bfs.de

[5] Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ): Strahlentherapie – Durchführung und Nebenwirkungen bei Krebs. krebsinformationsdienst.de

[6] Krebsinformationsdienst (DKFZ): Strahlentherapie bei Brustkrebs – akute Nebenwirkungen und Spätfolgen. krebsinformationsdienst.de

[7] Kompetenznetz Pädiatrische Onkologie (GPOH): Nebenwirkungen und Spätfolgen der Strahlentherapie – Definition akut / spät. gpoh.de

[8] Krebsinformationsdienst (DKFZ): Bestrahlung bei Prostatakrebs – zeitlicher Verlauf, Fatigue, mögliche Spätfolgen. krebsinformationsdienst.de

[9] Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO): Über 40.000 Patienten pro Jahr mit gutartigen Erkrankungen; 10–20 % aller Bestrahlungen. degro.org

[10] DEGRO (O. Micke et al.): Niedrig dosierte Bestrahlung beim Fersensporn – Wirksamkeit, praktisch frei von akuten Nebenwirkungen und Spätfolgen. degro.org

[11] DEGRO: S2e-Leitlinie „Strahlentherapie gutartiger Erkrankungen“ (Version 3.0) – anhaltende Schmerzlinderung, Bewertung des Sekundärmalignomrisikos. degro.org (PDF)

 

News Insights

More articles