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PRT-Spritze

CT-geführte Schmerztherapie

Gezielte Schmerzbehandlung direkt am Ort der Schmerzentstehung – unter computertomographischer Kontrolle und ambulant. In einer klinischen Studie zeigte sich bei etwa 74 % der behandelten Patientinnen und Patienten eine gute Beschwerdeverbesserung nach CT-gestützter Schmerztherapie

 

Grundlagen

Was ist eine PRT-Spritze?

Bei chronischen Schmerzen, die von der Wirbelsäule ausgehen, ist die computertomographisch geführte Schmerzbehandlung eine anerkannte Behandlungsmethode. Dabei werden unter CT-Führung und ‑Kontrolle gezielt Medikamente an den genauen Ort der Schmerzentstehung gebracht – etwa an eine komprimierte Nervenwurzel, degenerativ veränderte Wirbelgelenke oder Narbengewebe nach Bandscheibenoperation.

Die CT-gestützte periradikuläre Therapie ermöglicht eine sehr genaue Platzierung der Injektion im Bereich der betroffenen Nervenwurzel. Dadurch kann das Medikament gezielt dort eingebracht werden, wo die Schmerzen entstehen können. Die Bildgebung hilft dabei, die Behandlung präzise und kontrolliert durchzuführen und umliegende Strukturen zu schonen

In der Regel werden bei der periradikulären Therapie ein örtliches Betäubungsmittel und ein entzündungshemmendes Kortison eingesetzt. Die Medikamente werden gezielt im Bereich der betroffenen Nervenwurzel unter Bildkontrolle verabreicht und wirken dort lokal an der Schmerzursache.

Am häufigsten werden Schmerzen der Lendenwirbelsäule (LWS) behandelt – das Verfahren ist aber auch an der Hals- und Brustwirbelsäule sowie an den Kreuz-Darmbein-Gelenken (ISG) möglich.

Auch bekannt als: Periradikuläre Therapie | CT-gestützte Infiltration | PRT Injektion | CT-gesteuerte Schmerztherapie | Nervenwurzelblockade | Spritze bei Bandscheibenvorfall

Wichtig: Die PRT-Spritze kann dazu beitragen, Schmerzen zu lindern und die weitere Therapieplanung zu unterstützen. In bestimmten Fällen ist sie Bestandteil eines konservativen Behandlungskonzepts vor einer möglichen operativen Therapie

Indikationen

Wann ist eine PRT-Spritze sinnvoll?

Die PRT eignet sich für eine Reihe von Erkrankungen der Wirbelsäule, bei denen Nervenwurzeln gereizt oder komprimiert werden.

Bandscheibenvorfall LWS
  • Bei Bandscheibenvorfällen im Lendenbereich mit ausstrahlenden Schmerzen ins Bein (Ischias).
Bandscheibenvorfall HWS
  • Bei Vorfällen der Halswirbelsäule mit Ausstrahlung in Arm und Schulter (Zervikobrachialgie).
Ischialgie / Lumboischialgie
  • Starke Schmerzen entlang des Ischiasnervs, die durch Bewegung verstärkt werden.
Spinalstenose
  • Einengung des Wirbelkanals mit Druck auf die Nervenwurzeln und typischen Geh- oder Stehbeschwerden.
Facettensyndrom
  • Schmerzen durch degenerierte Wirbelgelenke.
Post-operative Schmerzen
  • Anhaltende Nervenschmerzen nach Wirbelsäulenoperationen (Failed-Back-Syndrom).

Wirkweise & Sicherheit

Warum wirkt die Injektion besser als eine Tablette?

Ein wesentlicher Vorteil der periradikulären Therapie liegt in der gezielten, lokalen Anwendung: Die Medikamente werden unter Bildkontrolle direkt im Bereich der betroffenen Nervenwurzel verabreicht und können dort lokal wirken. Dadurch wird das entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikament genau in dem Bereich eingesetzt, in dem die Beschwerden entstehen können.

Unter CT-Kontrolle kann die Injektion präzise im Bereich der betroffenen Nervenwurzel platziert werden. Dies ermöglicht eine gezielte und kontrollierte Durchführung der Behandlung bei gleichzeitiger Schonung umliegender Strukturen.

Strahlenbelastung: optimierte Niedrigdosis-Technik

Bei der CT-gestützten Schmerztherapie kommen moderne Niedrigdosis-Protokolle zum Einsatz, um die Strahlenexposition so gering wie möglich zu halten. Für die gezielte Nadelführung sind in der Regel wenige Kontrollaufnahmen erforderlich und keine vollständige diagnostische CT-Untersuchung.

Die Strahlenbelastung wird individuell abgewogen und steht bei entsprechender medizinischer Indikation in einem angemessenen Verhältnis zum erwarteten Nutzen der Behandlung.

Kurz gesagt:

  • Gezielte lokale Medikamentengabe an die betroffene Nervenwurzel
  • Präzise Platzierung durch CT-Kontrolle
  • Kontrollierte Behandlung mit Schonung umliegender Strukturen
  • Reduzierte Strahlenexposition durch moderne Niedrigdosis-Verfahren
  • Wiederholung abhängig von medizinischer Indikation und individueller Situation

Wirksamkeit

Wie hoch ist die Erfolgsquote der PRT-Spritze?

In einer klinischen Studie zeigte sich bei etwa 74 % der behandelten Patientinnen und Patienten eine gute Beschwerdebesserung nach CT-gestützter Schmerztherapie. Entscheidend ist die korrekte Diagnose: Ist eine gereizte Nervenwurzel oder ein geschädigtes Wirbelgelenk die nachgewiesene Schmerzursache, sind die Erfolgsaussichten hoch.

Die Behandlung kann bei Bedarf kurzfristig wiederholt werden – üblich sind 2 bis 3 Injektionen im Abstand weniger Wochen.

Hinweis: Einen Behandlungserfolg können wir im Einzelfall grundsätzlich nicht garantieren. Die volle Cortisonwirkung setzt oft erst 2–5 Tage nach der Injektion ein – bitte bewerten Sie das Ergebnis nicht bereits am ersten Tag.

Häufige Fragen zur PRT-Spritze

Entscheidend für den Behandlungserfolg ist die korrekte Diagnose: Ist eine gereizte oder komprimierte Nervenwurzel nachweislich die Ursache der Beschwerden – etwa durch einen Bandscheibenvorfall oder eine Spinalstenose –, sind die Erfolgsaussichten hoch.

Rein degenerative Veränderungen ohne aktive Nervenkompression sprechen erfahrungsgemäß weniger gut auf die PRT an. Deshalb ist eine sorgfältige Vordiagnostik (MRT oder CT) Voraussetzung für die Behandlung.

Wichtig: Die volle Wirkung des Kortikosteroids setzt oft erst nach 2–5 Tagen ein. Bewerten Sie den Erfolg der Behandlung nicht bereits am ersten Tag.
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