
höchste sensitivität
MRT der Brust
Das Mamma-MRT ist die präziseste Methode zur Brustkrebsfrüherkennung – besonders bei dichtem Gewebe, familiärem Risiko oder unklaren Befunden. Ohne Röntgenstrahlung, mit Kontrastmittel.
Grundlagen
Was ist das Mamma - MRT
Das Mamma-MRT (auch: MRT der Mamma oder Brust-MRT) ist eine Magnetresonanztomographie, die speziell zur Beurteilung der Brust eingesetzt wird. Im Gegensatz zur Mammographie arbeitet das MRT ohne Röntgenstrahlung – stattdessen werden Magnetfelder und Radiowellen genutzt, um hochauflösende Schnittbilder zu erzeugen.
Zur Verbesserung der Bildqualität wird ein Kontrastmittel intravenös verabreicht. Dieses macht aktive Strukturen wie Tumoren durch ihre stärkere Durchblutung sichtbar. Die Untersuchung erfolgt in Bauchlage in einer speziellen Mamma-Spule.
Das Mamma-MRT gilt als das empfindlichste bildgebende Verfahren zur Erkennung von Brustkrebs – mit einer Sensitivität von bis zu 99 % für invasive Karzinome.
Auch bekannt als: Mamma MRT · MRT Mamma · MRT der Brust · Brust-MRT · MRT-Mammographie · Brustkernspin
Indikationen
Wann ist ein Brust MRT sinnvoll?
Das Mamma-MRT wird gezielt bei Hochrisikopatientinnen und zur Abklärung eingesetzt – nicht als routinemäßige Vorsorge für alle Frauen.
BRCA-Mutation
Trägerinnen einer BRCA1- oder BRCA2-Mutation haben ein sehr hohes Lebenszeit-Risiko. Eine frühzeitige Abklärung durch ein MRT kann sinnvoll sein.
Familiäres Risiko
Bei mehreren Brustkrebsfällen in der Familie und einem errechneten Lebenszeit-Risiko über 20–25 % ist das MRT indiziert.
Unklare Befunde
Wenn Mammographie oder Ultraschall einen Befund zeigen, den sie nicht eindeutig beurteilen können, kann das MRT zur Abklärung hilfreich sein.
OP-Planung
Vor brusterhaltender Operation zeigt das MRT die genaue Ausdehnung eines Tumors und mögliche weitere Herde.
Therapiemonitoring
Zur Verlaufskontrolle unter neoadjuvanter Chemotherapie – kann Auskunft geben, wie gut der Tumor auf die Behandlung anspricht.
Dichtes Brustgewebe
Bei ACR-Dichte Typ C oder D (sehr dichtes Gewebe) kan das MRT Vorteile gegenüber der Mammographie haben und Klarheit bringen.
Wirksamkeit
Wie sicher ist das Mamma-MRT?
Das Mamma-MRT ist das empfindlichste bildgebende Verfahren für die Brust – mit einer Sensitivität von bis zu 99 % für invasive Karzinome übertrifft es alle anderen Methoden deutlich.
Auch für Mikrokalk, der typischerweise besser in der Mammographie dargestellt wird, hat das MRT seine Stärken: Es zeigt die Vaskularisierung und die Ausdehnung von Herden, die in der Mammographie flach erscheinen.
Hinweis: Das Mamma-MRT hat eine höhere Sensitivität, aber auch eine etwas niedrigere Spezifität – d.h. es können auch gutartige Befunde auffällig erscheinen, die dann weiter abgeklärt werden müssen.
Vorbereitung & Zyklus
Idealerweise findet das Mamma-MRT in der 2. Zyklushälfte statt (Tag 7–14 nach Beginn der Periode), da das Drüsengewebe dann weniger Kontrastmittel aufnimmt. Bitte teilen Sie uns Ihren Zyklus bei der Terminbuchung mit.
Venöser Zugang
Eine Venenkanüle wird gelegt, über die das Kontrastmittel (Gadolinium) verabreicht wird. Das Kontrastmittel ist gut verträglich und wird über die Nieren ausgeschieden.
Lagerung & Untersuchung
Sie liegen in Bauchlage auf einem speziellen Tisch mit Aussparungen für die Brust (Mamma-Spule). Das MRT-Gerät erzeugt während der ca. 20–30 Minuten langen Untersuchung klopfende Geräusche – wir begleiten Sie hinter eine Glasscheibe während der gesamten Zeit.
Befundung & Bericht
Unsere Radiologinnen und Radiologen befunden die Bilder und erstellen einen schriftlichen Bericht. Der Befund wird mit Ihnen besprochen und/oder direkt an Ihre Gynäkologin weitergeleitet.
FAQ
Das fragen Patient:innen zur Brust-MRT
Ob die Krankenkasse die Kosten übernimmt, hängt von der Indikation ab.
- Kassenleistung bei Indikation: Bei nachgewiesener BRCA-Mutation, familiärem Hochrisikoprogramm oder ärztlich begründeter medizinischer Indikation übernimmt die GKV die Kosten. Eine Überweisung Ihres Gynäkologen ist erforderlich. Bitte klären Sie die Indikation vorab mit Ihrer behandelnden Ärztin.
- Ca. 300–600 € als Selbstzahlerin: Ohne GKV-Indikation können Sie das Mamma-MRT als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) in Anspruch nehmen. Privatpatientinnen erhalten die Rechnung nach GOÄ. Kontaktieren Sie uns für genauere Informationen.



