
Diagnostische Sicherheit erhöhen
MRT der Brust
Das Mamma-MRT ergänzt die Brustdiagnostik, wenn Mammographie und Ultraschall keine eindeutige Beurteilung ermöglichen oder besondere Fragestellungen geklärt werden müssen. Es kann die diagnostische Sicherheit erhöhen und zusätzliche Tumorherde sichtbar machen.
Grundlagen
Was ist das Mamma - MRT
Das Mamma-MRT (auch: MRT der Mamma oder Brust-MRT) ist eine Magnetresonanztomographie, die speziell zur Beurteilung der Brust eingesetzt wird. Im Gegensatz zur Mammographie arbeitet das MRT ohne Röntgenstrahlung – stattdessen werden Magnetfelder und Radiowellen genutzt, um hochauflösende Schnittbilder zu erzeugen.
Zur Verbesserung der Bildqualität wird ein Kontrastmittel intravenös verabreicht. Dieses macht aktive Strukturen wie Tumoren durch ihre stärkere Durchblutung sichtbar. Die Untersuchung erfolgt in Bauchlage in einer speziellen Mamma-Spule.
Das Mamma-MRT mit Kontrastmittel gilt als sensitivstes Verfahren zur Erkennung von Brustkrebs
Auch bekannt als: Mamma MRT · MRT Mamma · MRT der Brust · Brust-MRT · MRT-Mammographie · Brustkernspin
Indikationen
Wann ist ein Brust MRT sinnvoll?
Das Mamma-MRT wird gezielt bei Hochrisikopatientinnen und zur Abklärung eingesetzt – nicht als routinemäßige Vorsorge für alle Frauen.
BRCA-Mutation
Trägerinnen einer BRCA1- oder BRCA2-Mutation haben ein sehr hohes Lebenszeit-Risiko. Eine frühzeitige Abklärung durch ein MRT kann sinnvoll sein.
Familiäres Risiko
Bei mehreren Brustkrebsfällen in der Familie und einem errechneten Lebenszeit-Risiko über 20–25 % ist das MRT indiziert.
Unklare Befunde
Wenn Mammographie oder Ultraschall einen Befund zeigen, den sie nicht eindeutig beurteilen können, kann das MRT zur Abklärung hilfreich sein.
OP-Planung
Vor brusterhaltender Operation zeigt das MRT die genaue Ausdehnung eines Tumors und mögliche weitere Herde.
Therapiemonitoring
Zur Verlaufskontrolle unter neoadjuvanter Chemotherapie – kann Auskunft geben, wie gut der Tumor auf die Behandlung anspricht.
Wirksamkeit
Wie sicher ist das Mamma-MRT?
Wenn andere bildgebende Verfahren keine eindeutige Klärung ermöglichen, kann das Mamma-MRT wichtige zusätzliche Informationen liefern. Es unterstützt die Diagnostik und hilft, die Ausdehnung eines Tumors genauer zu beurteilen. Zudem ist das Mamma-MRT mit Kontrastmittel das sensitivste Verfahren zur Erkennung von Brustkrebs.
Auch für Mikrokalk, der typischerweise besser in der Mammographie dargestellt wird, hat das MRT seine Stärken: Es zeigt die Vaskularisierung und die Ausdehnung von Herden, die in der Mammographie flach erscheinen.
Hinweis: Das Mamma-MRT ist eine ergänzende Untersuchung und wird bei bestimmten Fragestellungen eingesetzt, um die diagnostische Sicherheit zu erhöhen.
Vorbereitung & Zyklus
Idealerweise findet das Mamma-MRT in der 2. Zyklushälfte statt (Tag 7–14 nach Beginn der Periode), da das Drüsengewebe dann weniger Kontrastmittel aufnimmt. Bitte teilen Sie uns Ihren Zyklus bei der Terminbuchung mit.
Venöser Zugang
Eine Venenkanüle wird gelegt, über die das Kontrastmittel (Gadolinium) verabreicht wird. Das Kontrastmittel ist gut verträglich und wird über die Nieren ausgeschieden.
Lagerung & Untersuchung
Sie liegen in Bauchlage auf einem speziellen Tisch mit Aussparungen für die Brust (Mamma-Spule). Das MRT-Gerät erzeugt während der ca. 20–30 Minuten langen Untersuchung klopfende Geräusche – wir begleiten Sie hinter eine Glasscheibe während der gesamten Zeit.
Befundung & Bericht
Unsere Radiologinnen und Radiologen befunden die Bilder und erstellen einen schriftlichen Bericht. Der Befund wird mit Ihnen besprochen und/oder direkt an Ihre Gynäkologin weitergeleitet.
FAQ
Das fragen Patient:innen zur Brust-MRT
Ob die Krankenkasse die Kosten übernimmt, hängt von der Indikation ab.
- Kassenleistung bei Indikation: Bei nachgewiesener BRCA-Mutation, familiärem Hochrisikoprogramm oder ärztlich begründeter medizinischer Indikation übernimmt die GKV die Kosten. Eine Überweisung Ihres Gynäkologen ist erforderlich. Bitte klären Sie die Indikation vorab mit Ihrer behandelnden Ärztin.
- Ca. 300–600 € als Selbstzahlerin: Ohne GKV-Indikation können Sie das Mamma-MRT als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) in Anspruch nehmen. Privatpatientinnen erhalten die Rechnung nach GOÄ. Kontaktieren Sie uns für genauere Informationen.

