Die Lunge: Welche Erkrankungen es gibt – und wie sie sichtbar werden
Ein Organ, das man erst bemerkt, wenn es nicht mehr funktioniert
Rund 12.000 Mal am Tag atmen wir ein und aus, ohne einen einzigen Gedanken daran zu verschwenden. Die Lunge arbeitet so unauffällig, dass sie meist erst dann Aufmerksamkeit bekommt, wenn etwas nicht stimmt: bei Husten, der nicht aufhört. Bei Atemnot, die vorher nicht da war. Bei einem Befund, der zufällig entsteht.
Der Deutsche Lungentag am 26. September steht in diesem Jahr unter dem Motto „Infektionen der Atemwege und der Lunge: vermeiden, erkennen, behandeln“. Ein guter Anlass für einen Überblick – über die häufigsten Erkrankungen, und darüber, was die Bildgebung dabei leisten kann.
Behandlung
Atemwegsinfektionen: von der Erkältung zur Lungenentzündung
Die meisten Atemwegsinfekte sind viral, betreffen die oberen Atemwege und heilen von selbst aus. Auch die akute Bronchitis gehört meist in diese Kategorie – der Husten kann dabei zwei bis drei Wochen anhalten, obwohl der Infekt längst überstanden ist. Antibiotika helfen hier in der Regel nicht.
Anders bei der Lungenentzündung. Sie ist häufiger, als viele denken: Schätzungen zufolge erkranken in Deutschland jährlich 400.000 bis 600.000 Menschen an einer ambulant erworbenen Pneumonie, also einer außerhalb des Krankenhauses erworbenen Lungenentzündung. Rund 20.000 Menschen sterben pro Jahr daran.
Typische Zeichen sind hohes Fieber mit Schüttelfrost, deutliches Krankheitsgefühl, Atemnot und Schmerzen beim Atmen. Bei älteren Menschen kann die Erkrankung allerdings auch untypisch verlaufen – manchmal ohne Fieber, dafür mit Verwirrtheit oder plötzlicher Schwäche.
Merksatz — Nicht die Stärke des Hustens entscheidet, sondern das Gesamtbild. Fieber über mehrere Tage, Atemnot und starkes Krankheitsgefühl gehören ärztlich abgeklärt – auch wenn es „nur eine Erkältung“ zu sein scheint.
Asthma und COPD: wenn die Atemwege dauerhaft verengt sind
Beim Asthma reagieren die Atemwege überempfindlich auf Reize wie Pollen, Tierhaare oder kalte Luft. Die Folge sind anfallsartige Atemnot, pfeifende Atmung und Husten – zwischen den Episoden ist die Lunge oft weitgehend unauffällig.
Die COPD dagegen ist eine chronisch fortschreitende Erkrankung, die eng mit dem Rauchen verknüpft ist. Sie beginnt schleichend: erst Husten am Morgen, dann Atemnot bei Belastung, später auch in Ruhe. Beide Erkrankungen werden in erster Linie über die Lungenfunktion diagnostiziert – die Bildgebung dient dazu, andere Ursachen auszuschließen und Begleitveränderungen zu erkennen.
Lungenkrebs: das Problem der späten Symptome
Lungenkrebs verursacht im Frühstadium fast nie Beschwerden. Wenn Husten, Gewichtsverlust oder Atemnot auftreten, ist die Erkrankung häufig bereits fortgeschritten. Genau darin liegt die Schwierigkeit – und genau deshalb hat sich in diesem Jahr etwas Wesentliches geändert.
Neu seit April 2026: Früherkennung als Kassenleistung
Seit dem 1. April 2026 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Früherkennung von Lungenkrebs mittels Niedrigdosis-Computertomographie für einen klar definierten Personenkreis. Anspruch besteht bei:
- Alter zwischen 50 und unter 76 Jahren
- mindestens 25 Jahren kontinuierlichen Rauchens
- mindestens 15 Packungsjahren – also etwa täglich eine Schachtel über 15 Jahre, oder zwei Schachteln über gut sieben Jahre
Die Untersuchung kann alle zwölf Monate in Anspruch genommen werden. Voraussetzung ist ein vorheriges Beratungsgespräch: Eine Fachärztin oder ein Facharzt für Allgemeinmedizin oder Innere Medizin stellt die medizinische Eignung fest und klärt anhand einer Versicherteninformation des Gemeinsamen Bundesausschusses über Nutzen und Risiken auf.
Gut zu wissen — Die Niedrigdosis-CT arbeitet mit einer deutlich reduzierten Strahlendosis gegenüber einem regulären CT des Brustkorbs. Das Verfahren ist genau deshalb für eine wiederholte Anwendung in der Früherkennung geeignet.
Wie die Lunge sichtbar wird
Die Lunge ist für die Bildgebung ein dankbares Organ: Weil sie luftgefüllt ist, hebt sich verändertes Gewebe besonders deutlich ab.
- Röntgenaufnahme des Brustkorbs – der schnelle erste Blick. Sie zeigt innerhalb von Minuten, ob und wo Lungengewebe entzündlich verändert ist, ob sich Flüssigkeit angesammelt hat oder ob das Herz vergrößert ist.
- Computertomographie – deutlich feiner aufgelöst. Sie stellt kleinste Rundherde, Veränderungen des Lungengerüsts und die Lymphknoten im Brustkorb dar und ist bei unklaren Befunden das Mittel der Wahl.
- Nuklearmedizinische Verfahren – sie zeigen nicht die Form, sondern die Funktion, etwa die Verteilung von Belüftung und Durchblutung in der Lunge.
Fazit: Der Zeitfaktor entscheidet
Die meisten Atemwegsinfekte heilen von selbst aus, und ein Husten, der zwei Wochen nachhängt, ist kein Grund zur Beunruhigung. Entscheidend ist, die Ausnahmen zu erkennen: anhaltendes Fieber, Atemnot, ein Husten, der über drei Wochen bleibt, blutiger Auswurf.
Und wer über Jahrzehnte geraucht hat, sollte wissen, dass es seit diesem Jahr eine Früherkennung gibt, die von den Krankenkassen getragen wird. Sprechen Sie uns an, wenn Sie unsicher sind, was für Sie infrage kommt.
- Deutscher Lungentag: Motto 2026 – „Infektionen der Atemwege und der Lunge: vermeiden, erkennen, behandeln“, Zentralveranstaltung am 26. September 2026.
- Lungeninformationsdienst (Helmholtz Munich): Lungenentzündung – Häufigkeit und Verbreitung in Deutschland.
- Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): Lungenkrebs-Früherkennung für Raucherinnen und Raucher – Beschluss und Start zum 1. April 2026.
- Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV): Lungenkrebs-Screening – Anspruchsvoraussetzungen, Intervall und Beratungspflicht.
Terminverfügbarkeit bei Quartz Healthcare
Quartz Healthcare betreibt ein Netzwerk aus über 35 radiologischen Standorten in NRW, Bayern, Sachsen-Anhalt und Berlin. Die Terminorganisation erfolgt digital über eine zentrale Buchungsplattform; Patient:innen können rund um die Uhr Termine buchen, ohne auf Telefonzeiten angewiesen zu sein.
Für Privatpatient:innen und Selbstzahler:innen sind Termine in der Regel innerhalb von ein bis zwei Werktagen verfügbar – ein Ergebnis, das auch in Patientenbewertungen regelmäßig dokumentiert wird. Auch für GKV-Patient:innen mit dringlicher Indikation versucht das Netzwerk, zeitnahe Lösungen zu finden.
Die Befunde werden noch am selben Untersuchungstag digital bereitgestellt – per App oder QR-Code – und können direkt an weiterbehandelnde Ärzt:innen weitergeleitet werden. Dies verkürzt nicht nur die Wartezeit auf den Termin, sondern auch die Zeitspanne zwischen Untersuchung und Therapiebeginn.
Dank unserer digitalen Infrastruktur über Doctolib hast du unsere Terminbücher jederzeit transparent auf dem Smartphone. Egal ob Knie, Schulter oder Kopf: Buche deinen Termin bequem online, bleibe ein wenig flexibel bei Zeit und Ort, und wir tun alles dafür, dir schnellstmöglich Gewissheit und eine erstklassige Diagnostik zu liefern!
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