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Früherkennung Lungenkrebs

Lungenscreening

Lungenkrebs im Frühstadium erkennen, bevor Symptome auftreten – ambulant, ohne Kontrastmittel, jetzt auch als gesetzliche Kassenleistung für Risikogruppen.

Grundlagen

Was ist ein Lungenscreening?

Das Lungenscreening (auch Lungenkrebsscreening oder CT-Lungenscreening genannt) erfolgt mittels Niedrigdosis-Computertomographie (LDCT). Dabei werden mit besonders geringer Strahlendosis detaillierte Bilder der Lunge erstellt. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten, erfolgt ohne Kontrastmittel und benötigt in der Regel keine besondere Vorbereitung.

Ziel des Screenings ist die Früherkennung von Lungenkrebs bei Menschen mit erhöhtem Risiko, insbesondere bei langjährigen Raucherinnen und Rauchern. Früh erkannte Lungentumoren sind häufig besser behandelbar als Erkrankungen in fortgeschrittenen Stadien. Studien zeigen, dass ein regelmäßiges Niedrigdosis-CT-Screening bei Menschen mit erhöhtem Risiko die Sterblichkeit durch Lungenkrebs senken kann

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Einführung eines Lungenkrebs-Früherkennungsprogramms mittels Niedrigdosis-CT für bestimmte Risikogruppen beschlossen. Die Teilnahme erfolgt nach festgelegten Kriterien und Qualitätsanforderungen.

Anspruch & Risikogruppe

Wer hat Anspruch auf das Lungenscreening?

Die gesetzliche Kassenleistung gilt für Versicherte, die bestimmte Risikokriterien erfüllen. Die Anspruchsvoraussetzungen werden vor der Untersuchung ärztlich geprüft.

Was sind Packungsjahre?

Ein Packungsjahr entspricht dem Rauchen von 20 Zigaretten (eine Packung) pro Tag über ein Jahr.

Beispiele:

  • 1 Packung täglich über 20 Jahre = 20 Packungsjahre
  • ½ Packung täglich über 40 Jahre = 20 Packungsjahre
Aktive Raucher zwischen 50-75 Jahren
  • Mindestens 25 Jahre geraucht
  • Mindestens 15 Packungsjahre
  • Keine Erkrankung, die eine mögliche Behandlung eines entdeckten Lungenkrebses grundsätzlich ausschließt
Ex-Raucher zwischen 50 und 75 Jahren
  • Mindestens 25 Jahre geraucht
  • Mindestens 15 Packungsjahre
  • Rauchstopp vor weniger als 10 Jahren
Privatversicherte & Selbstzahler
  • Auch außerhalb der gesetzlichen Screening-Kriterien kann eine Niedrigdosis-CT individuell medizinisch geprüft werden. Eine Kostenübernahme richtet sich nach Versicherung und individueller Vereinbarung.

Wirksamkeit & Studienlage

Was bringt ein Lungenscreening wirklich?

Studien wie die NLST-Studie und die NELSON-Studie zeigen, dass ein regelmäßiges Niedrigdosis-CT-Lungenscreening die Sterblichkeit durch Lungenkrebs senken kann. Dabei wurde in den großen Studien eine relative Reduktion der Lungenkrebssterblichkeit von etwa 20 bis 25 % beobachtet.

Der entscheidende Vorteile: Lungenkrebs ist in frühen Stadien häufiger operabel und dadurch bestehen deutlich bessere Behandlungsmöglichkeiten als in fortgeschrittenen Stadien

Hinweis: Das Screening findet auffällige Lungenknötchen – die meisten sind gutartig. Bei einem auffälligen Befund bedeutet das nicht automatisch Krebs.

FAQ

Häufige Fragen zum Lungenscreening

Für berechtigte GKV-Versicherte ist das Lungenscreening mittels Niedrigdosis-CT eine Kassenleistung ohne Zuzahlung.

Voraussetzungen:

  • Alter 50–75 Jahre
  • mindestens 25 Jahre geraucht
  • mindestens 15 Packungsjahre
  • bei Ex-Rauchern: Rauchstopp vor weniger als 10 Jahren

Die Voraussetzungen werden vor der Untersuchung ärztlich geprüft. Auch außerhalb des GKV-Screenings kann eine Niedrigdosis-CT individuell als Selbstzahlerleistung geprüft werden. Die Kosten richten sich nach der GOÄ.

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