Wenn Ängste die Diagnostik erschweren: Angst bei der MRT-Untersuchung überwinden

Viele Menschen haben ein mulmiges Gefühl, wenn eine MRT-Untersuchung ansteht. Die enge Röhre, die lauten Geräusche, das stille Liegen, das kann Unbehagen oder sogar richtige Angst auslösen. Damit ist niemand allein: Studien zeigen, dass etwa jede dritte Person vor oder während einer MRT deutliche Angst verspürt [1]. Die gute Nachricht: Fast alle schaffen die Untersuchung trotzdem erfolgreich, nur ein kleiner Teil muss sie tatsächlich abbrechen.
Das Problem
Warum Angst die Untersuchung erschweren kann
Wer sich während der MRT ängstigt, bewegt sich häufiger unwillkürlich. Und genau das kann ein Problem sein: Bewegung während des Scans kann die Bilder unscharf machen. Im schlimmsten Fall müssen Aufnahmen wiederholt werden, was die Untersuchung verlängert. Studien belegen: Wenn Patientinnen und Patienten vorher gut über den Ablauf informiert sind, bewegen sie sich weniger und die Bilder werden deutlich schärfer [2].
Der größte Unterschied
Was wirklich hilft
Die Forschung zeigt ganz klar: Es sind oft die einfachen Dinge, die den größten Unterschied machen.
- Vorher Bescheid wissen. Wer weiß, was ihn erwartet, ist entspannter und bewegt sich weniger [2].
- Ein kurzes persönliches Gespräch. Schon ein kurzer Austausch mit dem Fachpersonal vor der Untersuchung senkt die Angst nachweislich [3].
- Begleitung während des Scans. Wenn jemand da ist, der erklärt, beruhigt und den Ablauf im Blick behält, fällt es leichter, ruhig liegen zu bleiben.
Ihre Möglichkeiten
Das können Sie schon vorher tun
Auch Sie selbst können einiges tun, damit die Untersuchung entspannter abläuft:
- Sprechen Sie Ihre Angst offen an – Sagen Sie unserem Team vorher Bescheid, wenn Sie nervös sind oder schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht haben. So können wir uns gezielt auf Sie einstellen.
- Fragen Sie ruhig nach – Je genauer Sie wissen, was Sie erwartet, desto weniger Raum bleibt für die Angst vor dem Unbekannten.
- Kommen Sie etwas früher – Zeitdruck erhöht die Anspannung. Ein paar Minuten Puffer helfen, in Ruhe anzukommen.
- Bequeme Kleidung tragen – Weite, bequeme Kleidung ohne Metallteile macht das Liegen angenehmer.
- Auf Koffein verzichten – Kaffee, Energydrinks & Co. können die Nervosität vor der Untersuchung zusätzlich anheizen.
- Musik oder Kopfhörer nutzen – Viele Praxen bieten während der MRT Musik an – fragen Sie einfach danach.
- Ruhig und gleichmäßig atmen – Eine langsame Atmung kann helfen, während der Untersuchung entspannt zu bleiben.
- Augen schließen oder an etwas Schönes denken – Manchen hilft es, sich während des Scans einen ruhigen Ort oder ein schönes Erlebnis vorzustellen.
Unsere Möglichkeiten
So begleiten wir Sie bei Quartz Healthcare
Genau hier setzen wir an: Unsere Medizinischen Technologinnen und Technologen für Radiologie (MTR) nehmen sich Zeit für Ihre Fragen, erklären Ihnen den Ablauf in Ruhe und begleiten Sie während der gesamten Untersuchung. So schaffen wir eine ruhige Atmosphäre, die nicht nur guttut, sondern auch zu besseren, klareren Bildern beiträgt.
Unser Ziel: Sie sollen sich bei uns gut aufgehoben fühlen und wir möchten unseren zuweisenden Kolleginnen und Kollegen eine zuverlässige, hochwertige Diagnostik liefern.
Bei stärkerer Angst: Beruhigungsmittel auf Wunsch
Falls Ihnen das alles nicht reicht und Sie sehr ängstlich sind, bieten wir auf Wunsch auch ein leichtes Beruhigungsmittel an. Wichtig zu wissen: Danach dürfen Sie selbst kein Auto mehr fahren. Bitte bringen Sie deshalb eine Begleitperson mit, die Sie nach der Untersuchung sicher nach Hause bringt.
Literatur
[1] Katz, R. C., Wilson, L., & Frazer, N. (1994). Journal of Behavior Therapy and Experimental Psychiatry, 25(2), 131–134.
[2] Törnqvist, E. et al. (2006). Acta Radiologica, 47(5), 474–480.
[3] Tugwell, J. R. et al. (2018). Radiography, 24(2), 122–129.
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